Das Wahlsystem in Deutschland

Dauer: 3 Tage
Größe: max. 7 TN
Kosten: 1199,- € p. TN. für Mitarbeiter
(ist als Bildungsurlaub anerkannt)
Zielgruppe: Alle Interessenten
Ort: Triftstr. 52, 13353 Berlin Wedding
Zeiten: Siehe Terminkalender,
Art: - Auch als Inhouse-Seminar buchbar

Bernd Jaenicke

Proportionalität bzw. Repräsentation: Das Wahlsystem soll den Wählerwillen unverzerrt wiedergeben. Alle Stimmen sollen nicht nur im Zählwert, sondern auch im Erfolgswert gleich sein. Konzentration bzw. Stabilität: Das Wahlsystem soll die Bildung einer stabilen Regierung, über die Erzwingung der Mehrheit einer Partei (oder festen Parteiallianz),  sicherstellen. Die Wählerschaft soll so direkt über die Bildung der Regierung entscheiden können und nicht die Parteien in ihren Verhandlungen nach der Wahl. Einfachheit: Ein System, das von den meisten Wählern nicht verstanden wird, kann zu Stimmabgaben führen, die dem Wählerwillen nicht entsprechen. Welcher der möglichen Wege ist der beste Weg? 

1.Tag vormittags:
Einleitung und Thema
Zielfunktionen von Wahlsystemen:

1. Tag nachmittags:
Typologie von Wahlsystemen nach Nohlen

Mehrheitswahlsysteme:
-  Relative Mehrheitswahl in Einerwahlkreisen, zum Beispiel in Großbritannien
-  Absolute Mehrheitswahl in Einerwahlkreisen, zum Beispiel in Frankreich
-  Mehrheitswahl mit Minderheitenvertretung
-  Mehrheitswahl in kleinen Mehrpersonenwahlkreisen
-  Mehrheitswahl mit proportionaler Zusatzliste

2. Tag vormittags:
Verhältniswahlsysteme, ebenfalls nach Nohlen:
- Reine Verhältniswahl, zum Beispiel in den Niederlanden
- Verhältniswahl in (relativ großen) Mehrpersonenwahlkreisen (Spanien)
-  Kompensatorische Verhältniswahl mit Sperrklausel
-  Personalisierte Verhältniswahl mit Sperrklausel (Deutschland)
-  Übertragbare Einzelabstimmung (STV)

Wahlverfahren
-Einzelsieger-Wahlsysteme:
-  Abstimmung durch bloße Bezeichnung von Kandidaten:
-  Wahl durch relative Mehrheit: die Anzahl der Stimmen bestimmt den Rang
-  Wahl mit Quorum (oft „mehr als die Hälfte der Stimmen“)
-  Wahl durch Zustimmung (Approval Voting)
-  Veto-Wahl (Anti-Plurality voting)

-  Abstimmung durch Angabe einer Rangfolge einiger oder aller Kandidaten
-  Borda - Wahl
-  Buchlin - Wahl
-  Coombs - Wahl
-  Dodgson - Wahl
-  Instant – Runoff-Voting

2.Tag nachmittags:
- Abstimmung durch Angabe einer Rangfolge einiger oder aller Kandidaten
-  Kemeny- Young-Wahl
-  Ranked Pairs
-  Schulze-Methode
-  Abstimmung durch Angabe einer Bewertung oder Benotung einiger oder
aller Kandidaten
-  Bewerbungswahl
-  Majority Judgment

3.Tag vormittags:
-  Wahlsysteme zur Zuteilung von mehreren Mandaten
-  D’Hondtsche –Verfahren
-  Sainte-Lague- Verfahren
-  Hill-Huntington-Verfahren
-  Dean-Verfahren
-  Adams-Verfahren
-  Penrose-Verfahren
-  Doppelter Punkelsheim

3. Tag nachmittags
- Welches ist das gerechteste Wahlsystem?
- offene Diskussion